v. l. n. r.: Stephan Kaup, Jürgen Werner, Tobias Siltmann

EHI Technologietage 2021: Schön war´s

Wir haben Menschen getroffen. Persönlich. Klingt so einfach, war aber nach der langen Remote-Arbeitsphase ein echtes Highlight für uns. Natürlich mit Maske und mit Sicherheitsvorkehrungen, aber eben live und in Farbe! Die EHI Technologietage (9./10. November) waren unser erstes gemeinsames in-Fleisch-und-Blut-Event, um unsere einzigartige SAP®-Lösung für den Handel zu demonstrieren.

Wie kann die Zukunft des Handels aussehen? Und wer nutzt heute schon innovative Technologien, um wettbewerbsfähig zu bleiben? Auf den EHI Technologietagen 2021 präsentierten Start-Ups und „alte Hasen“ der Retailbranche wie die Antworten auf diese Fragen aussehen können. Wir waren mit unser All-In-One Solution für SAP® Anwender mit von der Partie.

Kunden, Partner und solche, die es vielleicht noch werden möchten, konnten direkt an unserem Stand testen, was unsere Kombination aus SAP® Customer Checkout, Store Solution und Receipt4S® so zukunftsweisend macht. Inklusive dem Einscannen von Ware, dem Durchführen des Zahlungsprozesses, der Verfolgung im Warenmanagement und der revisionssicheren Archivierung und Verwaltung der Kassendaten gemäß KassenSichV. Das hat zu spannenden Gesprächen mit den „Testpersonen“ geführt. 

Der größte Benefit unserer Lösung besteht darin, dass sich alle Filialprozesse vom SAP® Fiori Launchpad ausgehend steuern lassen. Filialmanager*innen brauchen lediglich ein Tablet in den Händen! Damit haben wir die Kernthemen der Veranstaltung getroffen: Omni-Channel und Mobilität. Die Verzahnung verschiedener On- und Offline-Kanäle ist für Einzelhändler im Zusammenhang mit ihrer digitalen Infrastruktur eine der schwierigsten Aufgabe, die es zu meistern gilt.

Unser Fazit zur Teilnahme an den EHI Technologietagen fällt durchweg positiv aus. Wie erwartet, war es vor dem pandemischen Hintergrund keine Massenveranstaltung mit dicht gedrängtem Publikum, dafür blieb aber ausreichend Zeit, um Interessent*innen detaillierter zu informieren als dies sonst möglich ist. Darüber hinaus haben wir sehr gefreut, einige bekannte Gesichter aus unseren jeweiligen Bestandskunden auf der Messe zu entdecken. 

 

"Die EHI Technologietage sind nun zu Ende. Vielen Dank an alle, die mitgewirkt haben, dass dieses Event nach 2 Jahren mal wieder in der Vor-Ort Variante funktionieren konnte. Es hat viel Spaß gemacht die "alten" Gesichter mal wieder zu sehen und einfach mal wieder miteinander gesprochen zu haben ohne eine Mattscheibe vorm Gesicht. 😉 Vielen Dank an das gesamte Organisationsteam! Tolle Leistung. Und danke auch an alle Besucher*innen an unserem Stand, es war uns eine große Freude." 
Jürgen Werner
CAS AG
"Wenn wir bis zum Ende durch-deklinieren, wozu es innovative, smarte Handelstechnologien braucht, landen wir alle am gleichen Punkt: Wettbewerbsfähig ist, wer die Customer Journey versteht. Und wer das eigene Angebot für diese Reise optimieren will, muss die Prozessabläufe im Griff haben. Wir konnten bei diesem Event zeigen wie das mit unserer Lösung funktioniert und ich bin begeistert, welche Kontakte aus diesen zwei Tagen in Bonn hervorgegangen sind. Auch von mir vielen Dank an alle Beteiligten - das hat Spaß gemacht! 🙂 "
Stephan Kaup
Consult-SK GmbH
package id

SAP CAR: Bon-Zuordnung dank Package ID

 

In der Post POS DM Ära taucht in SAP CAR eine Hürde auf: Werden WPUUMS-Daten von CAR an Folgesysteme geschickt, sorgen unterschiedliche IDoc Nummern dafür, dass die Verbindungen zum Ursprungsbeleg schwer zu rekonstruieren sind. Doch es gibt Abhilfe.

Im Datenwust den Durchblick zu behalten ist gerade im Handel gar nicht so einfach. Die festgelegten Kriterien für die Verdichtung von Daten in einem IDoc können sich unserer Erfahrung nach von Kunde zu Kunde unterscheiden, z.B. nach Tag, Filiale etc. Das System verdichtet und aggregiert IDocs und generiert Faktura- und FI-Belege. So weit, so gut.

Solange Sie POSDM nutzen, ist die Verknüpfung zum Ursprungsbon bzw. Einzelbeleg in der Regel noch gegeben. Dies ist bei aktuelleren Releases von SAP CAR allerdings nicht der Fall. Beim Versand von Daten in Folgesysteme, z.B. SAP Retail, erhält das (inhaltlich identische) IDoc eine neue Nummer. In der Konsequenz fehlt dann scheinbar ein Verknüpfungskriterium, um den Belegfluss verständlich fortzuschreiben.

SAP stellt jedoch eine Lösung zur Verfügung: die Package ID. Diese Package ID wird beim Versand von IDocs aus SAP CAR in Folgesysteme mitgesendet ohne dabei verändert zu werden. Hier knüpfen wir an, um zu gewährleisten, dass der Belegfluss auch retrograd – vom Faktura- und Finanzbuchhaltungsbeleg zum Einzelbon – nachvollziehbar bleibt.

Warum das für uns wichtig ist? Mit unserem SAP AddOn Receipt4S® versetzen wir unsere Kunden aus dem Einzelhandel in die Lage, ihre POS-Daten KassenSichV-konform zu archivieren und einen komfortablen Z1-, Z2- und Z3-Zugriff im Prüfungsfall zu gewährleisten. Der Gesetzgeber sieht außerdem verpflichtend vor, dass der Weg vom Einzelbon zum Faktura-/FI-Beleg und andersherum nachvollziehbar sein muss. Daher halten wir uns stetig auf dem Laufenden, um die Einhaltung der Richtlinien auch zukünftig für Sie zu gewährleisten.

tegut

tegut… und Receipt4S®: Eine KassenSichV-konforme Sache!

Das SAP® AddOn Receipt4S® ist beim Lebensmitteleinzelhändler tegut… im Einsatz. Welche Herausforderungen es im Hinblick auf die Kassensicherungsverordnung (KassenSichV), die Archivverwaltung und den Export von TAR-Files zu bewältigen galt, können Sie jetzt in unserer Success Story nachlesen.

 

Die tegut… gute Lebensmittel GmbH & Co. KG ist ein Handelsunternehmen mit mehr als 280 Lebensmittelmärkten in Hessen, Thüringen, Bayern und Baden-Württemberg, sowie Göttingen und Mainz. Das sind jede Menge Kassen, die den Regelungen der KassenSichV entsprechend aufgerüstet werden müssen, um eine höhere Manipulationssicherheit zu gewährleisten. In diesem Kundenprojekt der CSK bedeuteten die neuen Auflagen u.a., dass eine Lösung zur Archivierung der Kassendaten inkl. der DSFinV-K und TSE-TAR-Files her musste und der Z1-, Z2- und Z3-Zugriff auf eben diese Daten gewährleistet sein muss.

Das SAP® AddOn Receipt4S® setzt genau dort an und stellt eine systemübergreifende Lösung zur Archivierung, Protokollierung und zum Monitoring sämtlicher anfallender Daten und Informationen zur Verfügung. Darin sind Werkzeuge enthalten, die die Bereitstellung der Daten für interne und externe Prüfungszwecke der Behörden gewährleisten.

Das weckt Ihr Interesse? Im Webinar am 15. April 2021 erklären wir genau, was unser AddOn für Sie tun kann. Natürlich auch Live am System :). Jetzt noch schnell HIER kostenlos anmelden.

Falls Sie wissen möchten, wie es mit tegut… lief, finden Sie hier die ganze Geschichte:

paying with a smartphone

KassenSichV-ready und GDPdU-konform: SAP-Anwender stehen vor Herausforderungen

Dem Fiskus entgehen geschätzte zehn Milliarden Euro pro Jahr durch manipulierte oder fehlerhafte Buchungen. Daher wurden die gesetzlichen Anforderungen durch die KassenSichV und die DSFinV-K-Richtlinie verschärft. Deren Umsetzung fällt vielen Unternehmen offensichtlich schwer. Warum es immer noch hapert, erklären die Experten Christian Knell und Stephan Kaup.

Zu wenige Unternehmen waren GDPdU-konform unterwegs

Aus der Sicht von Stephan Kaup, Geschäftsführer der Consult-SK GmbH, sind die Hintergründe der KassenSichV klar: Im Handel war man schlicht nicht GDPdU-konform beziehungsweise GoBD-konform unterwegs. „Weil die Aufzeichnungen der Unternehmen in der Vergangenheit mangelhaft waren, stattet man die Registrierkassen mit einer technischen Sicherheitseinrichtung aus, die vor Manipulation schützt. Zusätzlich wird eine Schnittstelle eingerichtet, mit der Finanzbehörden die Daten auswerten können“, erklärt der Spezialist für Rechnungsprozesse.

Problematisch sei unter anderem gewesen, dass die Kassenpflicht von Bund und Ländern unterschiedlich und teilweise unkoordiniert gehandhabt wurde. Termine wurden wiederholt verschoben. Unter bestimmten Bedingungen wurden beispielsweise die Fristen für die vorgeschriebene Zertifizierung der TSE nun bis Ende März 2021 verlängert.

KassenSichV ist ein präsentes Thema

Kaup blickt zurück: „Manche Unternehmen haben sich den Konsequenzen der Kassensicherungsverordnung aktiv gestellt, alle relevanten Prozesse überprüft und, wo nötig, Anpassungen vorgenommen. Manche scheinen auf leider nicht existente Out-of-the-box-Lösungen zu setzen und andere scheinen der Meinung zu sein, das Thema würde sie nicht betreffen.“ Mit zunehmender rechtlicher Dringlichkeit der Thematik habe sich diese Einstellung jedoch schnell gewandelt.

Von ähnlichen Erlebnissen weiß auch Christian Knell, geschäftsführender Gesellschafter des SAP-Beratungsunternehmens snap Consulting mit Sitz in Wien, zu berichten. Österreich hat eine ähnliche Registrierkassen-Regelung im Zuge der Registrierkasse drei Jahre früher eingeführt und es konnten bereits mehr Erfahrungen gesammelt werden. „Unsere Erfahrungen haben gezeigt, dass Plug-and-Play einfach nicht funktioniert, weil gerade Unternehmen, die mit SAP arbeiten, sehr verschiedene Prozessabbildungen, Module und Branchenlösungen im Einsatz haben“, so Knell.