AK Handel der DSAG 2022

Success Story Freenet: AK Handel der DSAG

Veränderungen im Retail? Ja, bitte! Wir freuen uns über unseren gut besuchten Vortrag auf dem Arbeitskreis Handel der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe e.V. (DSAG). Vor Ort bei der SAP in Walldorf hatten wir am 22. September 2022 die Gelegenheit, von unserer Zusammenarbeit mit Freenet zu berichten. 

Tobias Siltmann (hokona GmbH) und Jürgen Werner (CAS AG) vom RetailOneSolution Network stellten den Case der freenet AG Group vor. Dafür „entsandte“ Dipl.-Ing. Wioletta Dorr, Abteilungsleiterin der Freenet Group, die beiden IT-Experten, um stellvertretend für die freenet AG im Vortrag „Filialwarenwirtschaft mit Omnichannel Kassenprozessen – voll fiskalisiert und in der Cloud“ von der Umsetzung innerhalb des Unternehmens zu berichten. Unterstützt wurden die beiden mit dem „Dritten“ im Bunde des RetailOneSolution Network: Stephan Kaup (Consult-SK GmbH).

zeigte im vorhergehenden Vortrag sehr passend auf, welche Herausforderungen im Handel existieren und was beachtet werden sollte. Der Titel des Vortrages „Intelligente Filiale und intelligente Warenwirtschaft – alles aus einer Hand?“ passte dazu genauso gut, wie auch der ad hoc im Termin aufgenommene Begriff des Unified Commerce.

Die Freenet Group macht sein Business #readyforthefuture und revolutioniert die Filialwarenwirtschaft und die Kassenlösung in den Stores der Gravis und mobilcom-debitel. Vereint auf einem gemeinsamen technischen Level werden dabei alle digitalen und stationären Omnichannel-Kanäle nahtlos in einer Plattform verknüpft. Leichtgewichtige SAP Fiori Apps ermöglichen in Kombination mit den Backend-Komponenten des SAP S/4HANA und SAP CAR (Customer Activity Repository) eine Durchgängigkeit der Prozesse, intuitive und spaßbringende Bedienung – unabhängig von Touchpoint und Kaufverhalten. Und das Ganze dann auch noch voll fiskalisiert mit dem SAP AddOn Receipt4S®. Damit sind wir bei Unified Commerce angekommen.

"Die freenet AG macht da im Moment wirklich sehr sehr viel richtig und wappnet sich für die Zukunft! Es ist toll, dass wir dabei das Vertrauen geschenkt bekommen."

Jürgen Werner

Branchenbereichsleiter Retail CAS AG
EuroCIS 2022 Die drei Musketiere

EuroCIS 2022: Recap & Impressionen

Unser zweiter Messeauftritt unter dem Dach des RetailOneSolution Network liegt hinter uns. Wir hatten vom 31. Mai bis 2. Juni 2022 eine geniale Zeit in Düsseldorf auf der EuroCIS 2022. Ein paar Impressionen möchten wir hier mit Euch teilen.

Neben der Fotogalerie, die uns beim Messeaufbau, auf der Retail Technology Stage, am fertigen Messestand und auf der Hinfahrt zeigt, möchten wir hier einfach den LinkedIn-Beitrag von Jürgen Werner (CAS AG) teilen, der am besten ausdrückt wie wir die Messetage erlebt haben:

 

„Wenn aus Vorfreude ein Erinnerungs-Potpourri wird, dann heißt dies einerseits es ging etwas zu Ende, andererseits aber eben auch, dass es wirklich eine tolle Zeit war an die wir uns gerne zurückerinnern. Die EuroCIS – The Leading Trade Fair for Retail Technology ist vorüber. Sicherlich eine wirklich historische Messe nach all den Tagen des Wartens. Menschen wieder direkt in die Augen zu schauen ohne eine Scheibe davor war wirklich klasse. Da gab es wirklich unfassbar viele schöne Begegnungen. Danke an alle. Man kann sie in der Tat nicht alle aufzählen.

Besondere Momente für mich waren allerdings die Vorträge mit Benjamin Beinroth von Fressnapf Holding SE. Als ehemalige Mitstreiter und 12 Jahren gemeinsamer Arbeit, trafen wir uns mal wieder gemeinsam auf der Bühne. Das Ergebnis zum Vortrag mit dem Titel „Wie der Plattfomgedanke bei Fressnapf Basis für alle digitalen Services wurde“ kann unter folgendem Link für registrierte User nochmals betrachtet werden:
https://lnkd.in/eu9WY-tP

Darüber hinaus durfte ich mit einem weiteren Händler auf der Bühne stehen. Gemeinsam mit Tobias RittinghausVera Vasbender und Stefan Binkowski von SAP konnten wir über die seit mehr als 2 Jahren im Einsatz befindliche Omnichannel-Realtime Filialwarenwirtschaft auf SAP BTP Basis und SAP Fiori bei Esprit berichten. Toll, was da unsere gemeinsamen Teams auf die Beine gestellt haben!!!
Auch hier gibt es die Möglichkeit den Vortrag mit dem Titel: „Digitales Filialmanagement – effektiv, nahtlos und in Echtgzeit“ nochmals zu sehen:
https://lnkd.in/e3ZW5tnA

Beide Vorträge wurden sehr charmant und gekonnt moderiert durch Alexa von Busse. Danke auch an dich, es war sehr angenehm und kurzweilig mit dir. 🤗

Rückblick bedeutet auch immer Danke zu sagen an die Teams, welche solch eine Messe überhaupt möglich machen. Ganz besonderen Dank an die Unternehmungen aus dem RetailOneSolution Network hokona GmbHConsult-SK GmbH und CAS Concepts and Solutions AG. Alle hinter den Kulissen haben dies überhaupt im Vorfeld, aber auch auf der Messe überhaupt erst möglich gemacht.
Ebenso einen herzlichen Dank an dich Ulrich und dein gesamtes Team vom EHI Retail Institute. Ihr habt das grandios hinbekommen!

Zu guter Letzt braucht ein Messestand ein tolles Team. Auch wichtig für die Stunden nach dem offiziellen Messebetrieb. 😜
Ihr seid echt spitze, das wusste ich zwar vorher schon, aber es zu erleben war einfach grandios. Danke für so viel Kompetenz, Witz, Charme und soooo viele Tränen in den Augen vom gemeinsamen Spaß haben! 😂😂😂🎉 Einfach herrlich!


DANKE Arne Timmermann Tim Schumann Tobias Siltmann Stephan Kaup Sandra Spönemann Selin Meier-Senger Patrick Pierron Frank Austel Dirk Blum Hannah Knipp
Für die ein oder andere Fotoaufnahme danke ich dir Alexandra. 😉

Der allerallerletzte Dank geht nun an alle die bei dem langen Text bis hier hin gelesen haben! 😜😂🤣👍

Digitale Filiale

Digitale Filiale UND Filiale digitalisieren

Seltsamer Titel? Tatsächlich beschreiben die Begrifflichkeiten unterschiedliche Dinge. Werden aber mal so, mal so verwendet. Wie die Definition lautet und warum wir für beides die richtigen Ansprechpartner sind, erfahren Sie hier.

„Der Teufel steckt im Detail“ ist eine Redewendung, die wohl jeder kennt und die von Freund*innen des wohlgefeilten Formulierens geliebt wird. Nehmen wir uns hier zusammen die Zeit für etwas Wortklauberei, denn seien wir ehrlich: Manchmal ist Klugscheißen doch etwas Schönes. Also los.

Wenn wir eine Filiale digitalisieren, dann betrifft dies in erster Linie die IT-Infrastruktur im Einzelhandel. Wir transformieren analoge Prozesse (also alles was mit Papier und/oder viel Hinterherlauferei zu tun hat) in digitale Prozesse. Im Extremfall muss sich vom Faxgerät einfach mal getrennt werden. Das gammelige Pflaster gehörte eh schon abgerissen. Wir minimieren damit Personalaufwand, verbessern die Transparenz und beschleunigen die wertschöpfenden Abläufe.

Eine digitale Filiale bedeutet dagegen: Ich besuche den Händler in seinem Online-Shop, der entweder neben dem stationären Handel koexistiert oder für sich alleine steht. Ein reines E-Commerce Geschäft. Wir sehen es wie der Handelsverband und halten eine Verzahnung beider Geschäftswege für sinnvoll. Und wir möchten das gerne unterstützen.

 

Filialmanagement der Zukunft: Komplett vom SAP® Fiori Launchpad

Als Teil des RetailOneSolution Networks helfen wir sowohl der digitalen Version Ihrer Filiale auf die Warenwirtschaftssprünge als auch dem stationären Geschäft. Mit unserer All-In-One Solution für SAP® Anwender gelingen Zahlungsprozesse, die Steuerung der Warenströme und die finanzbehördliche geforderte Revisionssicherheit der POS-Daten komplett durch eine Lösung aus einer Hand. Und diese Lösung können Sie vom Fiori Launchpad aus nutzen.

Das heißt in der Praxis: Unterschiedlichste Zahlungen unter Berücksichtigung von Treueaktionen oder Rabatten sind mobil möglich und fließen direkt ins SAP® System ein. Der Kunde möchte wissen, ob es die Hose noch in grün gibt? Durch die near-realtime Store Solution können Sie darüber Auskunft geben und müssen sich dabei nicht auf den Warenbestand Ihrer Filiale beschränken. Denn Sie wissen auch, was online verkauft worden ist und ob eine andere Filiale die Hose noch vorrätig hat.

Und wenn das Finanzamt klingelt und fragt „Wie sieht aus mit Ihren POS-Daten? TSE-signiert und auf Vollständigkeit geprüft? Verfahrensdokumentation läuft bei Ihnen?“ dann schieben Sie die Kuh mit wenigen Klicks in unserem SAP® AddOn Receipt4S® vom Eis und rufen „tadaaaaaaaaaaa- alles da!“. Es kann doch auch mal einfach sein.

Noch Fragen? Gerne! Unsere Ansprechpartner finden Sie hier.

v. l. n. r.: Stephan Kaup, Jürgen Werner, Tobias Siltmann

EHI Technologietage 2021: Schön war´s

Wir haben Menschen getroffen. Persönlich. Klingt so einfach, war aber nach der langen Remote-Arbeitsphase ein echtes Highlight für uns. Natürlich mit Maske und mit Sicherheitsvorkehrungen, aber eben live und in Farbe! Die EHI Technologietage (9./10. November) waren unser erstes gemeinsames in-Fleisch-und-Blut-Event, um unsere einzigartige SAP®-Lösung für den Handel zu demonstrieren.

Wie kann die Zukunft des Handels aussehen? Und wer nutzt heute schon innovative Technologien, um wettbewerbsfähig zu bleiben? Auf den EHI Technologietagen 2021 präsentierten Start-Ups und „alte Hasen“ der Retailbranche wie die Antworten auf diese Fragen aussehen können. Wir waren mit unser All-In-One Solution für SAP® Anwender mit von der Partie.

Kunden, Partner und solche, die es vielleicht noch werden möchten, konnten direkt an unserem Stand testen, was unsere Kombination aus SAP® Customer Checkout, Store Solution und Receipt4S® so zukunftsweisend macht. Inklusive dem Einscannen von Ware, dem Durchführen des Zahlungsprozesses, der Verfolgung im Warenmanagement und der revisionssicheren Archivierung und Verwaltung der Kassendaten gemäß KassenSichV. Das hat zu spannenden Gesprächen mit den „Testpersonen“ geführt. 

Der größte Benefit unserer Lösung besteht darin, dass sich alle Filialprozesse vom SAP® Fiori Launchpad ausgehend steuern lassen. Filialmanager*innen brauchen lediglich ein Tablet in den Händen! Damit haben wir die Kernthemen der Veranstaltung getroffen: Omni-Channel und Mobilität. Die Verzahnung verschiedener On- und Offline-Kanäle ist für Einzelhändler im Zusammenhang mit ihrer digitalen Infrastruktur eine der schwierigsten Aufgabe, die es zu meistern gilt.

Unser Fazit zur Teilnahme an den EHI Technologietagen fällt durchweg positiv aus. Wie erwartet, war es vor dem pandemischen Hintergrund keine Massenveranstaltung mit dicht gedrängtem Publikum, dafür blieb aber ausreichend Zeit, um Interessent*innen detaillierter zu informieren als dies sonst möglich ist. Darüber hinaus haben wir sehr gefreut, einige bekannte Gesichter aus unseren jeweiligen Bestandskunden auf der Messe zu entdecken. 

 

"Die EHI Technologietage sind nun zu Ende. Vielen Dank an alle, die mitgewirkt haben, dass dieses Event nach 2 Jahren mal wieder in der Vor-Ort Variante funktionieren konnte. Es hat viel Spaß gemacht die "alten" Gesichter mal wieder zu sehen und einfach mal wieder miteinander gesprochen zu haben ohne eine Mattscheibe vorm Gesicht. 😉 Vielen Dank an das gesamte Organisationsteam! Tolle Leistung. Und danke auch an alle Besucher*innen an unserem Stand, es war uns eine große Freude." 
Jürgen Werner
CAS AG
"Wenn wir bis zum Ende durch-deklinieren, wozu es innovative, smarte Handelstechnologien braucht, landen wir alle am gleichen Punkt: Wettbewerbsfähig ist, wer die Customer Journey versteht. Und wer das eigene Angebot für diese Reise optimieren will, muss die Prozessabläufe im Griff haben. Wir konnten bei diesem Event zeigen wie das mit unserer Lösung funktioniert und ich bin begeistert, welche Kontakte aus diesen zwei Tagen in Bonn hervorgegangen sind. Auch von mir vielen Dank an alle Beteiligten - das hat Spaß gemacht! 🙂 "
Stephan Kaup
Consult-SK GmbH
package id

SAP CAR: Bon-Zuordnung dank Package ID

 

In der Post POS DM Ära taucht in SAP CAR eine Hürde auf: Werden WPUUMS-Daten von CAR an Folgesysteme geschickt, sorgen unterschiedliche IDoc Nummern dafür, dass die Verbindungen zum Ursprungsbeleg schwer zu rekonstruieren sind. Doch es gibt Abhilfe.

Im Datenwust den Durchblick zu behalten ist gerade im Handel gar nicht so einfach. Die festgelegten Kriterien für die Verdichtung von Daten in einem IDoc können sich unserer Erfahrung nach von Kunde zu Kunde unterscheiden, z.B. nach Tag, Filiale etc. Das System verdichtet und aggregiert IDocs und generiert Faktura- und FI-Belege. So weit, so gut.

Solange Sie POSDM nutzen, ist die Verknüpfung zum Ursprungsbon bzw. Einzelbeleg in der Regel noch gegeben. Dies ist bei aktuelleren Releases von SAP CAR allerdings nicht der Fall. Beim Versand von Daten in Folgesysteme, z.B. SAP Retail, erhält das (inhaltlich identische) IDoc eine neue Nummer. In der Konsequenz fehlt dann scheinbar ein Verknüpfungskriterium, um den Belegfluss verständlich fortzuschreiben.

SAP stellt jedoch eine Lösung zur Verfügung: die Package ID. Diese Package ID wird beim Versand von IDocs aus SAP CAR in Folgesysteme mitgesendet ohne dabei verändert zu werden. Hier knüpfen wir an, um zu gewährleisten, dass der Belegfluss auch retrograd – vom Faktura- und Finanzbuchhaltungsbeleg zum Einzelbon – nachvollziehbar bleibt.

Warum das für uns wichtig ist? Mit unserem SAP AddOn Receipt4S® versetzen wir unsere Kunden aus dem Einzelhandel in die Lage, ihre POS-Daten KassenSichV-konform zu archivieren und einen komfortablen Z1-, Z2- und Z3-Zugriff im Prüfungsfall zu gewährleisten. Der Gesetzgeber sieht außerdem verpflichtend vor, dass der Weg vom Einzelbon zum Faktura-/FI-Beleg und andersherum nachvollziehbar sein muss. Daher halten wir uns stetig auf dem Laufenden, um die Einhaltung der Richtlinien auch zukünftig für Sie zu gewährleisten.

tegut

tegut… und Receipt4S®: Eine KassenSichV-konforme Sache!

Das SAP® AddOn Receipt4S® ist beim Lebensmitteleinzelhändler tegut… im Einsatz. Welche Herausforderungen es im Hinblick auf die Kassensicherungsverordnung (KassenSichV), die Archivverwaltung und den Export von TAR-Files zu bewältigen galt, können Sie jetzt in unserer Success Story nachlesen.

 

Die tegut… gute Lebensmittel GmbH & Co. KG ist ein Handelsunternehmen mit mehr als 280 Lebensmittelmärkten in Hessen, Thüringen, Bayern und Baden-Württemberg, sowie Göttingen und Mainz. Das sind jede Menge Kassen, die den Regelungen der KassenSichV entsprechend aufgerüstet werden müssen, um eine höhere Manipulationssicherheit zu gewährleisten. In diesem Kundenprojekt der CSK bedeuteten die neuen Auflagen u.a., dass eine Lösung zur Archivierung der Kassendaten inkl. der DSFinV-K und TSE-TAR-Files her musste und der Z1-, Z2- und Z3-Zugriff auf eben diese Daten gewährleistet sein muss.

Das SAP® AddOn Receipt4S® setzt genau dort an und stellt eine systemübergreifende Lösung zur Archivierung, Protokollierung und zum Monitoring sämtlicher anfallender Daten und Informationen zur Verfügung. Darin sind Werkzeuge enthalten, die die Bereitstellung der Daten für interne und externe Prüfungszwecke der Behörden gewährleisten.

Das weckt Ihr Interesse? Im Webinar am 15. April 2021 erklären wir genau, was unser AddOn für Sie tun kann. Natürlich auch Live am System :). Jetzt noch schnell HIER kostenlos anmelden.

Falls Sie wissen möchten, wie es mit tegut… lief, finden Sie hier die ganze Geschichte:

paying with a smartphone

KassenSichV-ready und GDPdU-konform: SAP-Anwender stehen vor Herausforderungen

Dem Fiskus entgehen geschätzte zehn Milliarden Euro pro Jahr durch manipulierte oder fehlerhafte Buchungen. Daher wurden die gesetzlichen Anforderungen durch die KassenSichV und die DSFinV-K-Richtlinie verschärft. Deren Umsetzung fällt vielen Unternehmen offensichtlich schwer. Warum es immer noch hapert, erklären die Experten Christian Knell und Stephan Kaup.

Zu wenige Unternehmen waren GDPdU-konform unterwegs

Aus der Sicht von Stephan Kaup, Geschäftsführer der Consult-SK GmbH, sind die Hintergründe der KassenSichV klar: Im Handel war man schlicht nicht GDPdU-konform beziehungsweise GoBD-konform unterwegs. „Weil die Aufzeichnungen der Unternehmen in der Vergangenheit mangelhaft waren, stattet man die Registrierkassen mit einer technischen Sicherheitseinrichtung aus, die vor Manipulation schützt. Zusätzlich wird eine Schnittstelle eingerichtet, mit der Finanzbehörden die Daten auswerten können“, erklärt der Spezialist für Rechnungsprozesse.

Problematisch sei unter anderem gewesen, dass die Kassenpflicht von Bund und Ländern unterschiedlich und teilweise unkoordiniert gehandhabt wurde. Termine wurden wiederholt verschoben. Unter bestimmten Bedingungen wurden beispielsweise die Fristen für die vorgeschriebene Zertifizierung der TSE nun bis Ende März 2021 verlängert.

KassenSichV ist ein präsentes Thema

Kaup blickt zurück: „Manche Unternehmen haben sich den Konsequenzen der Kassensicherungsverordnung aktiv gestellt, alle relevanten Prozesse überprüft und, wo nötig, Anpassungen vorgenommen. Manche scheinen auf leider nicht existente Out-of-the-box-Lösungen zu setzen und andere scheinen der Meinung zu sein, das Thema würde sie nicht betreffen.“ Mit zunehmender rechtlicher Dringlichkeit der Thematik habe sich diese Einstellung jedoch schnell gewandelt.

Von ähnlichen Erlebnissen weiß auch Christian Knell, geschäftsführender Gesellschafter des SAP-Beratungsunternehmens snap Consulting mit Sitz in Wien, zu berichten. Österreich hat eine ähnliche Registrierkassen-Regelung im Zuge der Registrierkasse drei Jahre früher eingeführt und es konnten bereits mehr Erfahrungen gesammelt werden. „Unsere Erfahrungen haben gezeigt, dass Plug-and-Play einfach nicht funktioniert, weil gerade Unternehmen, die mit SAP arbeiten, sehr verschiedene Prozessabbildungen, Module und Branchenlösungen im Einsatz haben“, so Knell.